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Frankreich führt Berichtspflicht für Nanomaterialien ein

(29.08.2012) In Frankreich gibt es ab Mai 2013 eine Berichtspflicht für Nanomaterialien. Ein entsprechendes Dekret hat das französische Umweltministerium 2012 erlassen. Danach müssen Unternehmen und Organisationen, die mit Nanomaterialien arbeiten, die Art des hergestellten, importierten und gehandelten Nanomaterials, seine Verwendung und die Menge angeben. Auch der Verwender selbst wird in dem Bericht genannt. Ob die Daten allerdings öffentlich zugänglich sein werden, ist noch nicht klar.

Mit dem Dekret wird in Europa erstmalig eine Berichtspflicht für Nanomaterialien eingeführt. Die französischen Behörden wollen damit einen Überblick über die Materialien als solche, ihre Handelswege und –mengen und mögliche Risiken für die Bevölkerung gewinnen. Die Verordnung gilt für alle Nanomaterialien, unabhängig  von ihrer Anwendung. Auch Forschungslabore an Universitäten, die nur mit sehr kleinen Mengen arbeiten, fallen unter die Deklarationspflicht.

Wer der Berichtspflicht nicht nachkommt, muss nur mit verhältnismäßig geringen Geldstrafen bis zu 3000 Euro rechnen. Versicherungen haben allerdings schon angekündigt, die Daten als Grundlage für die Neuberechnung von Policen verwenden zu wollen.

Informationen unter http://bit.ly/Nyvjz8

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