IFA - Arbeitsschutz gilt auch im Hobbykeller

Werden Baumaterialien als besonders kratzfest, beständig, unempfindlich oder brillant ausgelobt, können dahinter Nanomaterialien stehen. Mit dem Arbeitsschutzexperten Christian Schumacher vom Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IFA) sprachen wir darüber, was Hobbyhandwerker und Selbermacherinnen darüber wissen sollten.
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Nanoportal-BW.de:   In welchen Baustoffen und Arbeitsmaterialien kann man mit Nanomaterialien in Berührung kommen?
Christian Schumacher:           Nanomaterialien können beispielsweise in Betonen, Bindemittel, Farben, Mörteln, Putzen und Spachtelmassen zum Einsatz kommen. Für die Kunden sind sie aber nicht zu erkennen. Die Kennzeichnung von Bauprodukten ist aufgrund einer fehlenden einheitlichen Definition und unzureichender Bewertungsverfahren der Gesundheits- und Umweltgefahren schwierig und findet überwiegend nicht statt. Und auch wo "nano" drauf steht, muss es nicht drin sein.

Gibt es andere Möglichkeiten, das herauszufinden?
Die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG Bau) hat sich alle möglichen Bauprodukte genauer angesehen und aufgelistet. Diese Liste ist auch für den privaten Gebrauch interessant. Wer es ganz genau wissen will, sollte direkt bei den Herstellern nachfragen. Jeder Anruf sollte die Hersteller motivieren, produktspezifische Angaben erkennbar anzugeben.

Bild von Christian Schumacher. Er leitet das Referat für Expositionsbewertung am Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IFA). Um alle, die es betrifft für die Fragen rund um Nanomaterialien am Arbeitsplatz zu sensibilisieren, entwickelten die Unfallversicherungsträger anschauliche Online-Module: Die Nanoramen.   Foto: MLR / Oliver Killig
Christian Schumacher leitet das Referat für Expositionsbewertung am Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IFA). Um alle, die es betrifft für die Fragen rund um Nanomaterialien am Arbeitsplatz zu sensibilisieren, entwickelten die Unfallversicherungsträger anschauliche Online-Module: Die Nanoramen. Foto: MLR / Oliver Killig

Entsteht in der Anwendung ein besonderes Risiko durch Nanomaterialien?
Nicht zwangsläufig. Nanoskalige Materialien sind schon immer in einigen Baustoffen enthalten gewesen, man hat sie nur nicht so gezielt herstellen können. Seitdem die Materialforschung die Möglichkeit hat, sich Werkstoffe bis auf atomarer Ebene anzuschauen, hat sich die Zusammenstellung mancher Materialien zugunsten der nanoskaligen Inhaltsstoffe verändert. Gezielt hergestellte und neue Nanomaterialien kommen immer öfter hinzu. Die Effekte auf Mensch und Umwelt werden seitdem in der Gesundheits- und Sicherheitsforschung speziell untersucht. Vorsicht ist geboten bei Produkten, die in die Luft gelangen können. Werden Nanopartikel in Sprayform aufgebracht sollte das Einatmen verhindert werden, da sie die Lunge schädigen oder leicht in den Körper übergehen können.

Was hat die Sicherheitsforschung denn bisher herausgefunden?
Ein Beispiel: Wir vom Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) arbeiten unter anderem eng mit der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) zusammen, um Nanomaterialien, die unter entsprechendem Verdacht stehen, wie beispielsweise die CNT, gründlich zu erforschen. Da sehen wir, dass es keinen Grund gibt, alles pauschal zu verteufeln, auch nicht die faserigen Materialien. Nur bestimmte Fasern haben asbestartige Wirkung, andere wirken einfach so wie normaler Staub ohne giftige Inhaltsstoffe. Gegen den muss man sich schützen, egal wie groß die Teilchen sind.
Vom Umweltbundesamt gibt es ein sehr schönes Factsheet, zum Arbeitsschutz beim Umgang mit Nanomaterialien in Beschichtungen. Auch die BAuA hat viele Informationen zum Stand der Sicherheitsforschung zusammengestellt.

Farben, Holzschutzmittel, Baustoffe – das alles sind sehr unterschiedliche Stoffgemische. Bei welchen Inhaltsstoffen ist besondere Vorsicht geboten?
Immer dann, wenn die Stoffe als sehr gefährlich gelten, also als giftig, krebserzeugend oder sensibilisierend eingestuft sind. Sind diese Eigenschaften für das Nanomaterial nicht angegeben, hilft ein Blick auf das gröbere Material. Ist dies als giftig, krebserzeugend oder sensibilisierend eingestuft, könnte das auch für das Nanomaterial gelten. Auch Staub stellt ein hohes Risiko dar. Da gibt es erstmal keinen Grund, einen Unterschied zwischen Nano und Makro zu machen. Es ist in jedem Fall wichtig, die Staubfreisetzung so gering wie möglich zu halten und sich gegebenenfalls dagegen zu schützen. Hierfür sind nicht nur die Anwendungshinweise des Herstellers zu beachten. Man muss sich auch an die eigene Nase fassen: Habe ich überhaupt passende Absaugsysteme und Schutzausrüstung, wie z.B. Handschuhe und Atemschutzmasken zur Hand und wende ich sie auch an? Zum Thema Gefahrstoffe gilt in meinen Augen daher: Gute Heimwerkerinnen und Heimwerker arbeiten sauber und wirbeln vor allem keinen Staub auf.

Auf Holzbehandlungsmitteln stehen Hinweise zum richtigen Umgang damit. Auf bereits behandeltem Holz allerdings nicht – wie erfahren enthusiastische Laien, was sie zu beachten haben?
Die einfachste und sicherste Methode ist, sich keiner Exposition auszusetzen. Wenn ich nicht weiß, was drin ist, vermeide ich den Hautkontakt und trage z.B. Handschuhe. Wenn ich nicht weiß, welches Material ich einsetze, sorge ich dafür, dass das freigesetzte Material abgesaugt wird und trage ggf. einen Atemschutz. Es gibt auch für den Heimbedarf sehr gute Absaugsysteme mit denen sich sicher und sauber arbeiten lässt. Beim Sägen und Schleifen hilft es auch, die Materialien zu befeuchten. Das geht auch mit der Gießkanne oder dem Gartenschlauch.

Helfen diese Maßnahmen auch, um Nanopartikel abzuwehren?
Bisher haben wir im Arbeitsschutz die Erfahrung gemacht, dass die üblichen Schutzmaßnahmen auch sehr gut gegen Nanopartikel helfen. Man muss wissen wie man sie anwendet und das auch konsequent tun. Einen ersten Einblick kann hierfür das Nanorama Bau geben. Vielleicht hat man auch die Gelegenheit sich von jemandem zeigen zu lassen, wie man die verschiedenen Absaugsysteme der Maschinen beim Bohren, Fräsen, Sägen und Schleifen richtig einsetzt oder wie man den Staubsauger mit einem passenden Adapter ausstattet.

Christian Schumacher im Gespräch mit Laura Gross vom Nanoportal Baden-Württemberg
Foto: MLR / Oliver Killig

Die Nanoramen haben Sie für die Expertinnen und Experten des Arbeitsschutzes und all jene entwickelt, die in ihrer Arbeit mit Nanomaterialien in Berührung kommen. Was hat es damit auf sich?
Nanoramen sind elektronische Lerneinheiten, die zwei Aspekte vereinen: Zum einen sollen sie eine gewisse Sensibilisierung zum Thema Nanomaterialien schaffen – nicht, um Angst zu erzeugen, sondern um aufzuklären: Was ist Nanotechnologie, was sind Nanomaterialien, was verspricht man sich von ihrem Einsatz, wo finde ich sie am Arbeitsplatz? Der zweite Aspekt bedient die Neugier; Ziel ist es, spielerisch Informationen zu vermitteln. Im Nanorama kann ich verschiedene Elemente einer Arbeitssituation anklicken, neben der Baustelle zum Beispiel im Labor, in der Textilfabrik, in der Kfz-Werkstatt. In dieser Umgebung kann man sich dank 360°-Technik umschauen, Elemente anklicken und Punkte sammeln. Zu diesen Elementen bekomme ich aber auch immer etwas gezeigt und erklärt – bis hin dazu, dass man aufgefordert wird, selbst eine Einschätzung abzugeben: Denke ich, dass in dieser Situation viel Nanomaterial freigesetzt wird, dass sich hier ein Risiko ergibt, durch Einatmen zum Beispiel? Denke ich, dass das Risiko dort hoch, mittel oder niedrig ist? Denke ich, dass eine bestimmte Schutzmaßnahme gut hilft oder vielleicht nicht geeignet ist? Oder auch die Kombination: Muss ich denn jetzt Handschuhe, Brille und einen Schutzanzug tragen oder reichen Handschuhe? Und so wird mit verschiedenen Schutzmaßnahmen gespielt und den Beschäftigten ein Gefühl vermittelt für das tatsächliche Risiko. Denn da geht es ja um die Kombination: Gefährliches Material einerseits, Konzentration und Exposition andererseits.

Bringen sie auch Hobbyhandwerkerinnen und Handwerkern was?
Die Nanoramen sind ein schönes Beispiel, wie man Informationen für den Arbeitsschutz generiert, die auch für den Heimbedarf funktionieren. Im Nanorama Bau sehen Sie auf der Baustelle in welchen Baumaterialien Nanomaterialien enthalten sein können, bei welchen Prozessen Nanomaterialien freigesetzt werden können und man sich dagegen schützen kann. Bohren, Farbe anrühren, Nut fräsen – das sind Tätigkeiten, die ich auch zu Hause mache, man kann es also auf die privaten Situationen übertragen.

Stichwort Streichen. Es gibt Farben mit Nanomaterialien. Können die beim Streichen in die Atemwege gelangen?
Nein. Nanomaterialien aus Anstrichen sind und bleiben fest in der Beschichtung gebunden. Sie gelangen nicht in die Atemwege. Es können aber durchaus andere Inhaltsstoffe ausgasen.

Ist Geruch ein Hinweis auf eine Gefahr für die Atemwege?
Riechen ist leider kein guter Berater – Stinkendes muss nicht gefährlich sein, manches hat keinen wahrnehmbaren Geruch, kann aber töten. Das gilt übrigens auch fürs Schmecken: Ist ein Geschmack wahrzunehmen, ist die Konzentration des Stoffes schon sehr hoch. Ob nano oder nicht, die Inhaltsstoffe, die ausdampfen, breiten sich in der Regel in der Raumluft sehr weit aus. Deswegen muss man sich in jedem Falle schützen. Andere Personen im selben Raum sollten genauso geschützt sein oder den Raum verlassen. In der Regel reicht aber gute Lüftung aus, um die Konzentration dieser Stoffe wieder wirksam zu senken. Wenn der Geruch verflogen ist, lüften Sie noch etwas länger.

Christian Schumacher im Labor
Foto: MLR / Oliver Killig

Ein anderes Problem ist der Staub. Das Nanorama erinnert die Nutzerinnen und Nutzer daran, staubarme Produkte zu verwenden. Woran sind sie zu erkennen?

Manche Hersteller werben mit der Eigenschaft "staubarm" – so wie manche mit Wasserlöslichkeit oder Umweltfreundlichkeit werben. Das ist freiwillig. Der Begriff staubarm ist nicht geschützt. Diese Auslobung also relativ. Wenn der Hersteller bisher ein sehr staubenes Produkt hergestellt hat, das jetzt etwas weniger staubt, kann er schon "staubarm" draufschreiben. Da kann ich die Internetseite der BG Bau empfehlen, WINGIS BAU, dort finden sie Listen mit Produkten, die aus Sicht des Arbeitsschutzes tatsächlich staubarm sind. Die Produkte darauf sind frei verkäuflich. Sich das anzuschauen, macht also auch für den Heimbedarf Sinn.

Von der wackligen Leiter fallen, mit dem Hammer daneben schlagen – das sind so die Gefahren, denen Heimwerker in Comics ausgesetzt sind. Was sind die wesentlichen Gefahren im echten Leben?
Leitern, Lärm und Maschinen sind auch im privaten Bereich große Risikofaktoren. Hinzu kommen die Gefahrstoffe. Wer sicher arbeiten will, geht planmäßig und umsichtig vor. Ich frage mich also direkt am Anfang "Muss ich denn wirklich dieses eine, besonders ätzende, besonders giftige Produkt, besonders umweltschädliche Produkt nehmen? Oder reicht nicht auch ein weniger schädliches Mittel aus?" Die gibt es im Baumarkt ja auch. Dann werde ich gucken, wie ich das Ganze dosiere. Nicht nach dem Motto "Viel hilft viel", sondern mit Sinn und Verstand. Und wenn ich dann bei der Tätigkeit an sich bin, wo ich etwas freisetze, komme ich immer wieder auf das Thema Staub zurück und da immer wieder auf die Empfehlung, den Staub abzusaugen. Auch da kann ich mir überlegen, ob ich das im geschlossenen Hobbyraum im Keller machen muss, oder ob es nicht auch in größeren, belüfteten Räumen oder im Freien geht. Dazu kommt eine einfache organisatorische Frage: Brauche ich Zuschauer, die mein Tun bewundern, oder kann ich nicht auch allein arbeiten und dafür sorgen, dass mein Staub sich nicht in der ganzen Nachbarschaft verteilt? Das letzte sind eben die Schutzmaßnahmen, die ich an mir selber treffen kann: Atemschutz, Handschuhe, Arbeitskleidung und vielleicht eine Schutzbrille. Das kann man nicht improvisieren.

Wie erfahren denn Selbermacherinnen und -macher überhaupt, wie sie sich beim jeweiligen Projekt schützen können? Können beispielsweise Baumarktmitarbeiterinnen und ihre Kollegen sowas sagen?
Meiner Erfahrung nach sind die meisten Fachleute in den Heim- und Hobbymärkten sehr nett und hilfsbereit, aber für die Beratung zum Thema Gesundheit und Sicherheit unzureichend geschult. Ich freue mich übrigens über jeden– seien es einzelne Beschäftigte oder ein Heim- und Hobbymarkt – der mich Lügen straft.

Mein Tipp ist aber, sich in Sachen Gesundheit und Sicherheit an die Fachkraft für Arbeitssicherheit im eigenen Betrieb, an die Betriebsärztin oder andere Arbeitsschutzexperten zu wenden. Die können sicherlich einiges zum Thema Schutzmaßnahmen und deren Wirksamkeit erzählen, das sich auch im Privatleben anwenden lässt.

Via Internet können auch Laien die Produkte für Profis kaufen. Setzen sie sich damit größeren Risiken aus?
Profimaterialien unterscheiden sich oft von denen für den Privatgebrauch: Sie wirken schneller, sie stellen irgendeine Wirkung stärker in den Vordergrund. Das geht meist einher mit höheren Konzentrationen, mit der Notwendigkeit selbst zu dosieren oder zu verdünnen oder mit verbesserter Wirkung – die kann positiv für die Anwendung sein, kann aber auch mit größeren Risiken einhergehen. Bei Profis geht man davon aus, dass sie diese Risiken im Blick haben und sich entsprechend schützen. Das ist bei Heimwerkerinnen und Heimwerkern  nicht immer der Fall. Also Vorsicht: Wer Profimaterialien kauft, der sollte auch die Kenntnisse und die Ausrüstung eines Profis haben und sich bei der Anwendung entsprechend verhalten und schützen. Profis rühren nicht mit einem alten Kochlöffel um, sie haben Absaugsysteme oder geschlossene Systeme mit Rührdeckel.

Müssen die Inhaltsstoffe von Baumaterialien irgendwo angegeben werden?
In Baumaterialien müssen nur so genannte gefährliche Materialien aufgeführt werden. Nanomaterialien gehören nicht dazu – sie sind nicht pauschal als gefährlich eingestuft; das liegt daran, dass die Testmethoden noch nicht ausreichend entwickelt sind, dass es keine Grenzwerte gibt, wann so ein Material gefährlich ist. Bis hin zur Regulation, die bisher keinen Unterschied macht, ob das ein Nanomaterial ist oder nicht.

Die Hersteller gehen aber hin und wollen freiwillig über die Eigenschaften ihrer Produkte informieren. Sie stellen also zum Teil freiwillig Sicherheitsdatenblätter her und machen Angaben darüber, was ihrer Meinung nach gesundheitsschädlich sein könnte. Dabei ist die Qualität dieser Sicherheitsdatenblätter ein Problem, gerade was die Nanomaterialien angeht, weil vieles da nicht so erforscht ist oder aber die Angaben von den Herstellern dann doch nicht gemacht werden.

Diese Sicherheitsdatenblätter werden auch in Online-Shops zur Verfügung gestellt. Worauf sollten die Shopper dabei achten?
Wenn man beispielsweise Beschichtungen online kauft, oder sich sogar eigens etwas herstellen lässt, muss der Hersteller angeben, wie damit zu arbeiten ist. Wenn ich mir was anmischen lasse, gehören nach meinem Dafürhalten auch ein technisches Datenblatt, ein Sicherheitsdatenblatt und Anwendungshinweise dazu. Immer dann, wenn ein Hersteller sagt "das ist ein ganz besonderes Zaubermittel" – mir aber dann ein Standard-Sicherheitsdatenblatt gibt, das mit dem eigentlichen Mittel nichts zu tun hat und schon vor Jahren für ein artgleiches Mittel erstellt wurde, dann frage ich mich: Wieso sollte ich dann das neue besondere Zaubermittel kaufen?

Christian Schumacher im Gespräch
Foto: MLR / Oliver Killig

Was macht denn ein gutes Sicherheitsdatenblatt aus? Was wäre ideal?
Erstmal muss ich es haben, dann muss ich sehen: Ist es aktuell und ist es spezifisch, beschreibt es also ganz genau das Produkt, für das es sein soll. Es reicht nicht, wenn da nur zu sehen ist: Sie haben hier Beton. Damit würde ich mich nicht zufrieden geben, denn ich gebe ja Geld aus für einen ganz besonderen Beton, dann will ich auch die Informationen darüber haben.

Sicherheitsdatenblätter haben auch alle die gleiche Zahl von Kapiteln, die guten sind vollständig. Eine Reihe von Piktogrammen zeigt anschaulich, worin das besondere Risiko bestehen kann. Wenn da ein Explosionszeichen abgebildet ist, dann weiß ich, was das heißt. Wenn da Handschuhe abgebildet sind, dann weiß ich, dass ich welche tragen muss. Zusätzlich gibt es ausformulierte Bewertungen. Sinnvoll: Fragen Sie Kollegen am Arbeitsplatz oder bei Handwerkern nach, was das bedeutet.

Wünschenswert wären Sicherheitsdatenblätter, in denen ich die Zusammenstellung des Materials erkenne, wenn ich erkenne, dass es spezifisch für mein Produkt ist. Zufrieden bin ich, wenn nicht nur pauschale Sätze, sondern konkrete Schutzmaßnahmen genannt werden. Wenn etwas "irritierend" ist, will ich wissen, für was? Die Augen, die Haut? Sobald Staub entsteht, kann ich davon ausgehen, dass ich mich davor schützen soll – aber mit welcher Art von Maske? Schon bei so lapidaren Empfehlungen wie "Handschuhe  tragen", würde ich mir also wünschen, dass sich der Hersteller Gedanken darüber gemacht hat, welche Handschuhe besonders geeignet sind und das auch ausweist.

Vielen Dank.

(August 2017)