Nanomaterialien in Sonnencreme

So schön die helle Sommersonne ist - die Haut braucht Schutz vor ihren energiereichen Strahlen. Sonnenschutzmittel sind daher für Groß und Klein unerlässlich. Einige der wichtigsten UV-Filter sind Nanomaterialien. Wir sagen, was es mit ihnen auf sich hat.

Strandkorb. Bild: Gordon Gross / pixelio.de

Alle Sonnenschutzmittel sind Gemische aus Fetten, Wasser, UV-Filtern und weiteren Inhaltsstoffen wie Emulgatoren, Konservierungsmitteln und Duftstoffen. Unter den UV-Filtern sind derzeit vier, die als Nanomaterialien besonders gekennzeichnet werden. "(nano)" steht dann in der Liste der Inhaltsstoffe:

  • Nano-Titandioxid
    Die Titandioxid-Partikel, die in kosmetischen Mitteln als UV-Filter eingesetzt werden, sind zwischen 15 und 150 nm groß. Sie werden in der Regel mit Aluminium- oder Siliciumverbindungen beschichtet. Mehr dazu im Glossar.
  • Nano-Zinkoxid
    Die Zinkoxid-Partikel, die in kosmetischen Mitteln als UV-Filter eingesetzt werden, sind zwischen 30 und 200 nm groß. Sie werden meist mit Siliciumverbindungen beschichtet. Mehr dazu im Glossar.
  • MBBT
    Im Kleingedruckten unter seinem vollen Namen zu finden: Methylene bis-benzotriazolyl tetramethylbutylphenol (nano). Ein synthetisch erzeugtes, organisches Pigment, das gegen UV-A- und -B-Strahlen wirkt. Mehr dazu im Glossar.
  • TBPT
    TBPT ist ein sythetischer UV-Filter mit organischen Partikeln. Der vollstände Name auf der Bestandteileliste lautet: Tris-biphenyltriazine (nano). Mehr dazu im Glossar.
Sonnencreme auf der Haut. Bild: pixabay.com

All diese UV-Filter wurden vom wissenschaftlichen Komitee für Verbrauchersicherheit der Europäischen Kommission als sicher bewertet. Sie dringen nicht in die Haut ein, sondern reflektieren die UV-Strahlung wie kleine Spiegel. Wie das genau vonstatten geht, haben wir Ihnen hier in Bildern festgehalten.

Für die menschliche Haut sind die Nano-UV-Filter unbedenklich. Was Nanopartikel (auch aus Kosmetika) in der Umwelt machen, muss weiter untersucht werden. Mehr über die offenen Fragen und Bedenken haben wir Ihnen hier zusammengestellt.

Mehr zum Thema Sicherheit finden Sie in unseren Bilderserien Sicherheit geht vor sowie Verstecken gilt nicht.

Die Europäische Kommission hat die Gutachten des Wissenschaftlichen Ausschusses für die Sicherheit von Verbraucherprodukten (SCCS) zu Nano-Titandioxid (595,1 KiB) und Nano-Zinkoxid (848,9 KiB) für die Bürger zusammengefasst.

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