Kennzeichnung

Für Verbraucherinnen und Verbraucher ist die derzeitige Rechtslage zur  Kennzeichnungspflicht von nanohaltigen Konsumgütern doppelt unbefriedigend: Sie können weder sicher in Erfahrung bringen, in welchen Produkten Nanomaterialien eingesetzt wurden, noch können sie davon ausgehen, dass Produkte, die mit Nanofunktionen beworben werden, entsprechende Materialien auch tatsächlich enthalten.

Befürworter und Gegner einer verbraucherfreundlichen Nano-Kennzeichnung sind sich einig, dass ein simples „nano inside“ auf allen Produkten zu kurz greift. Denn dieser Hinweis wird weder den komplexen und sehr unterschiedlichen Anwendungen, noch den verschiedenen Interessenlagen der Anwender, Groß- und Privatverbraucher gerecht.

Zwischen Pflicht und Freiwilligkeit

Verbraucherinnen und Verbraucher sollten bei ihren Kaufentscheidungen zwischen Alternativen wählen  und sich auf die Produktauszeichnungen verlassen können. Für Expertinnen und Experten bedeutet das, dass sie klären müssen, in welchen Produktgruppen eine Kennzeichnung verpflichtend sein muss, und bei welchen freiwillig. Beide Formen der Kennzeichnung müssen verlässlich und transparent sein.

Besondere Pflichten für die Kennzeichnung von Nanomaterialien werden im Zusammenhang mit der EG-Chemikalienverordnung REACH, dem Pflanzenschutzmittel- sowie dem Arbeitsrecht diskutiert. Für die besonders sensiblen Produktgruppen der Kosmetika und Lebensmittel  wurden bereits Regeln erlassen. Diese bringen im Bereich Kosmetika seit 2013 und im Bereich Lebensmittel seit 2014 mehr Klarheit für die Verbraucherinnen und Verbraucher. Welche Bedingungen Hersteller erfüllen müssen, die ihr Produkt freiwillig mit einem „Nano-Label“ versehen wollen, ist noch nicht geklärt.

(Stand: Dezember 2015)

Weitere Informationen zur Kennzeichnung einzelner Produktgruppen:

Kosmetika
Lebensmittel
Bio-Lebensmittel
Reinigungsmittel



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