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Lebensmittelrecht

Am 31.Dezember 2015 trat die überarbeitete "Verordnung über neuartige Lebensmittel" in Kraft. Sie regelt, unter welchen Voraussetzungen traditionelle Lebensmittel anderer Länder, die in Europa bislang unbekannt waren, sowie gänzlich neuartige Lebensmittel und Lebensmittelzusätze auf die Märkte der Europäischen Union gelangen dürfen. Auch mögliche Nano-Zutaten und Nano-Lebensmittel sind nun ausdrücklich erwähnt. Es gilt wie bisher: Sicherheitsbewertung, Zulassung und Kennzeichnung sind Pflicht.

Die neue Novel-Food-Verordnung wird allerdings erst ab 2018 in vollem Umfang gelten. Bis es soweit ist, behält der Verordnungstext von 1997 seine Gültigkeit. Darin sind Nanomaterialien zwar nicht eigens erwähnt. Doch Lebensmittel, die durch Nanomaterialien neue, bisher nicht gekannte Eigenschaften hätten oder in ihren Wirkungen im Körper verändert wären, wären zweifellos "neuartig". Sie müssten daher auch heute schon geprüft, bewertet, zugelassen und gekennzeichnet werden. Dasselbe gilt für nanokleine Zutaten, die neuartige Eigenschaften oder Wirkungen in die Lebensmittel brächten.

Konventionelle Zutaten, die nicht als neuartig anzusehen sind, aber dennoch zu den "technisch hergestellten Nanomaterialien" gehören, müssen auch heute schon gekennzeichnet werden. So will es die Europäische Lebensmittelinformationsverordnung.

Auch für die Lebensmittelzusatzstoffe ändert sich nichts. Sie dürfen weiterhin erst nach ausdrücklicher Zulassung eingesetzt werden. Gehören sie zu den "technisch hergestellten Nanomaterialien", müssen die Antragsteller zusätzliche Testergebnisse vorlegen, die der besonderen Winzigkeit der Substanzen Rechnung tragen.

(Stand: Januar 2016)

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