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Bundesumweltministerin Hendricks unterstützt nachhaltigen Umgang mit Nanomaterialien

(12.11.2014) Mit dem EU-Projekt NANoREG (Regulatory Testing of Nanomaterials) betrachtet die EU-Kommission nicht nur die Innovations- sondern endlich auch die Regulationsforschung zum verantwortungsvollen Umgang mit Nanomaterialien. Die Ergebnisse des Projektes, an dem 63 Partner aus 14 Ländern beteiligt sind, sollen in Empfehlungen zur Regulierung umgesetzt werden. Am 10. November stellte das Bundesumweltministerium die Zwischenergebnisse von NANoREG vor und zog damit eine Halbzeitbilanz.

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks: "Wir unterstützen eine nachhaltige Entwicklung von Nanotechnologien. Indem wir die Ergebnisse mit allen Teilnehmern der Veranstaltung diskutieren, erhoffen wir uns weitere Impulse für eine sichere Herstellung, Verwendung und Anwendung von Nanomaterialien. Wir sind davon überzeugt, dass wir die eine oder andere Brücke zwischen Industrie, Forschung, Verbrauchern und Behörden schlagen können. Dies ersetzt jedoch nicht die zügige Vorlage eines konkreten Vorschlags der EU Kommission zur dringend notwendigen Anpassung von REACH an Nanomaterialien."

Zentrale Projektziele von NANoREG sind: Daten aus laufenden und abgeschlossenen, nationalen und internationalen Projekten für eine Bestandsaufnahme der Risikoforschung auszuwerten. Bestehende Ergebnisse sollen analysiert und weiterer Forschungsbedarf identifiziert werden, um Wissenslücken in Bezug auf die Gefährdung von Mensch und Umwelt durch Nanomaterialien zu schließen und damit sichere Innovationen mit Nanomaterialen zu unterstützen. Ein wichtiger Schritt dazu ist die Entwicklung von "Safe-by-Design" Konzepten für Unternehmen. "Safe-by-design" ist ein komplexer und noch zu definierender Begriff, der mit den unterschiedlichen Sichtweisen und Perspektiven der Teilnehmer der Veranstaltung diskutiert wird.

Die öffentliche Veranstaltung am 10. und 11. November 2014 am Berliner Sitz des Bundesumweltministeriums wurde von einem Vortrag über die Forschungsergebnisse von Prof. Tim Liedl von der Maximilians-Universität München eingeleitet. Einer seiner Schwerpunkte liegt auf der Anwendung der sog. "DNA-Origami Methode" zur Herstellung von Nanostrukturen. Analog zur japanischen Kunst des Papierfaltens werden dabei die Bausteine der DNA genutzt, um bis dahin unerreichbar komplexe dreidimensionale Strukturen zu entwickeln.Ob die künftige Entwicklung der Materialforschung hierdurch beeinflusst und in neue Richtungen gelenkt werden kann, wurde auf der Veranstaltung ebenso diskutiert wie die ersten Ergebnisse und künftigen Konzepte des Projektes NANoREG.

Mehr über NANoREG: http://nanoreg.eu (Englisch)

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