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Expertenworkshop Nummer 4: Marktcheck Kosmetik (Dezember 2015)

Im Dezember 2015 wurden in Stuttgart die Ergebnisse der wissenschaftlichen Untersuchung "Marktcheck Nanotechnologie in Kosmetika" vorgestellt. Sie waren Grundlage für eine lebhafte Expertendiskussion darüber, welche Nanomaterialien sich am Markt etabliert haben, wie Verbraucher die bestehenden Kennzeichnungen auf Kosmetika wahrnehmen und wie der Handel mit seiner Verantwortung als Mittler zwischen Herstellern und Verbraucherschaft umgeht.
 

Der Teilnehmerkreis zeigte einmal mehr, dass die Diskussion um einen verantwortungsvollen Umgang mit den Nanotechnologien viele gesellschaftliche Kreise bewegt. Experten aus dem Verbraucherministerium, von Landesministerien, Forschungs- und Untersuchungseinrichtungen auf Bundes- und Landesebene, Verbänden, Verbraucher- und Umweltorganisationen, des CVUA Karlsruhe sowie der Industrie hatten den Weg nach Stuttgart gefunden, um die Ergebnisse der Marktübersicht Kosmetik sowie des Verbrauchermonitors Baden-Württemberg zu diskutieren und nach sieben Jahren Nano-Dialog Baden-Württemberg gemeinsam einen Rück- und einen Ausblick zu wagen.

Aus den Ergebnissen der angeregten Diskussion lassen sich die folgenden Empfehlungen für die Verbraucherpolitik Baden-Württembergs ableiten:

•    Der Nano-Dialog Baden-Württemberg sollte fortgeführt werden
Verbrauchernahe Anwendungen werden weiterhin Teil der öffentlichen Debatte bleiben. Die internationale, europäische und nationale Debatte geht weiter, während für die Nanotechnologien künftig mehr Anwendungen zu erwarten sind. Der Nano-Dialog ermöglicht den Wissens- und Erfahrungsaustausch zwischen den unterschiedlichen Akteuren stärkt die Vernetzung der Akteure in Baden-Württemberg und auf Bundesebene. Auch die unterschiedlichen Zielsetzungen und thematischen Schwerpunkte der Expertenworkshops haben sich bewährt und den Dialog vorangetrieben.

Foto: Gordon Gross /pixelio.de

•    Transparenz und Wissen schaffen: Weiterführung des Nano-Portals Baden-Württemberg
Für Verbraucherinnen und Verbraucher ist es weiterhin schwer zu beurteilen, welche Produkte Nanomaterialien enthalten oder mittels Nanotechnologie hergestellt wurden. Auch von europäischer Seite ist hier keine wirksame Regulierung in Sicht. Daher ist es wichtig Verbraucherinnen und Verbraucher weiter zu informieren und aufzuklären. Das Portal liefert Informationen zur Forschung, Anwendungen, Sicherheit, Grundlagen und auch zum Nano-Dialog Baden-Württemberg.

•    Ausweitung der Forschung und Debatte auf den Lebensmittelbereich (u.a.)
Studien zum Thema Nanotechnologien und Verbraucher haben gezeigt, dass die Anwendung von Nanotechnologien und Nanomaterialien in Lebensmitteln und Kosmetika – also körpernahen Anwendungen - eher kritisch gesehen wird. Der Bereich Kosmetik wurde bereits in der vorgestellten Studie untersucht und auf dem Workshop intensiv diskutiert. Der andere kritisch wahrgenommene Bereich der Lebensmittel und auch der Lebensmittelverpackungen sollte als nächstes untersucht werden, um Verbraucher aktiv informieren zu können.

Impressionen vom Expertenworkshop, mehr zu den Diskussionen sowie die Präsentationen der Referenten finden Sie im Abschlussbericht der Studie "Marktübersicht für Produkte mit Nanotechnologien in Baden-Württemberg".

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