Service-Navigation

Suchfunktion

Nano-Referenzmaterialien – Unerlässlich für Nachweis und Forschung

(26.08.2013) Industrie und Gesellschaft wünschen sich einen sachlichen Umgang mit Nanomaterialien, belastbare Sicherheitsbewertungen und nicht zuletzt eine wirkungsvolle amtliche Überwachung. Dafür braucht es genaue und zuverlässige Messverfahren, denn nur wenn ein Partikel eindeutig bestimmt werden kann, kann er auch verlässlich in der gewünschten Form hergestellt, verfolgt, erforscht und nachgewiesen werden. Dafür sind Referenzmaterialien unerlässlich. Die Physikalisch-Technische Bundesanstalt ist dabei einen Schritt weiter gekommen.

Welche Eigenschaften Nanopartikel haben, hängt sehr stark davon ab, wie groß sie sind. Daher braucht jeder, der sie einsetzt, die Sicherheit, dass „seine“ Materialien genau die Abmessungen haben, die sie für die jeweilige Anwendung brauchen. Auf der anderen Seite müssen natürlich auch jene, die Nanomaterialien zulassen oder erforschen, ihre Abmessungen und Eigenschaften genau erfassen können. Andernfalls gibt es keine verlässliche Grundlage für Sicherheitsbewertungen, Anwendungsbeschränkungen oder Kennzeichnungen. Die Messgeräte, die eingesetzt werden, um Nanoteilchen zu charakterisieren, müssen daher sehr genau arbeiten. Um diese Genauigkeit ein- und immer wieder neu herzustellen, sind so genannte Referenzmaterialien notwendig. Das sind Proben bestimmter Nanopartikel, die zuvor ganz exakt vermessen und charakterisiert wurden. Sie sind also das Vergleichsmaterial, über das die Messtechniker und Forscher alles Nötige genau wissen. Wenn ihr Messinstrument das Referenzmaterial richtig bestimmt, dann wird es auch die anderen Nanoteilchen aus der Produktion oder Forschung richtig vermessen. 

PTB misst für Nanoreferenzmaterialien
Solche Referenzmaterialien stellt unter anderem das Institute for Reference Materials and Measurement der Europäischen Union (IRMM) in Belgien her. Die deutsche Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) gehört zu den wenigen Institutionen, die mit Hilfe ihrer genauen und zuverlässigen Messmethoden solche Referenzmaterialien „beglaubigen“ können. Die Wissenschaftler der PTB können die Größe von Teilchen auf einen Nanometer genau bestimmen. Sie verfügen darüber hinaus über Verfahren, mit denen sie auch die Dicke von Nano-Schichten oder den mittleren Durchmesser und die Verteilungsbreite von Nanopartikeln in flüssigen Stoffmischungen (Suspensionen) genau bestimmen können. So leistet die PTB einen wichtigen Beitrag zur Herstellung der unerlässlichen Nano-Referenzmaterialien. 

Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten der PTB.

Fußleiste