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„NanoUmwelt“ - BMBF fördert Forschungsprojekt

(20.08.2015) Was passiert mit Nanopartikeln und –fasern, wenn die Produkte, in denen sie eingesetzt wurden, ausgedient haben? Im Forschungsprojekt "NanoUmwelt" untersuchen Wissenschaftler von elf Institutionen den Lebenszyklus von Nanomaterialien, ihren Weg in der Umwelt und die mögliche Toxizität.

Bild: Fraunhofer IBMT

In Kleidung, Kosmetika, Haushaltswaren, Farben und vielen anderen Produkten werden industriell hergestellte Nanomaterialien eingesetzt, weil sie besondere Eigenschaften mitbringen. Wo allerdings die nur wenige Millionstel Millimeter kleinen Partikel und Fasern bleiben, wenn die Produkte in der Mülltonne landen, welche Wege sie in der Umwelt nehmen und welche Wirkung sie dort möglicherweise haben, ist bislang unklar. Um die Belastung von Umwelt und Organismen mit Nanopartikeln genau und sicher bewerten zu können, entwickelt das Projekt "NanoUmwelt: Risikoanalyse synthetischer Nanomaterialien in der Umwelt" neue Methoden.

Mit finanzieller Förderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) untersuchen Wissenschaftler von elf Institutionen noch bis Ende September 2017, wie sich industriell hergestellte Nanopartikel in Böden, Klärschlamm, Fließgewässern, Bodenorganismen, Muscheln, Fischen und Menschen mengenmäßig erfassen und treffsicher beschreiben lassen. Darüber hinaus sollen hoch-sensible Methoden entwickelt werden, mit denen sich auch kleinste Mengen von Nanomaterialien in Proben aus der Umwelt und menschlichen Geweben nachweisen lassen. Studien zur Umwelt- und Humantoxikologie, bei denen besonders die Wechselwirkungen von Nanomaterialien mit biologischen Grenzflächen und Barrieren im Mittelpunkt stehen, runden die Untersuchungen ab.

Schon seit Oktober 2014 bringen die Wissenschaftler der Fraunhofer Gesellschaft, des Umweltbundesamtes, der Empa, der PlasmaChem GmbH, der Senova – Gesellschaft für Biowissenschaft und Technik mbH, des Forschungszentrums für Medizintechnik und Biotechnologie FZMB GmbH, der Universitäten Trier und Frankfurt sowie der Rheingütestation Worms unter der Leitung der Postnova Analytics GmbH ihre Expertise für "NanoUmwelt" zusammen. Mit Hilfe ihrer verschiedenen Blickwinkel und Kenntnisse soll in den nächsten Jahren eine Analysestrategie für den gesamten Lebenszyklus der Nanomaterialien entstehen.

Weitere Informationen zum Projekt "NanoUmwelt", das unter dem BMBF-Förderkennzeichen 03X0150 geführt wird, finden Sie unter www.nanopartikel.info. Dort fließen auch die Ergebnisse des Projekts in die Datenbank des BMBF "DaNa 2.0 – Daten und Wissen zu Nanomaterialien" ein.

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