Sonnenschutzmittel sind sicher

(31.08.2017) Die CVUA Karlsruhe untersuchte Sonnenschutzmittel. Im Fokus standen dabei die Inhaltsstoffe, zu denen auch Nanomaterialien gehören. Das erfreuliche Ergebnis: Alle 92 Proben waren mit Blick auf ihre Zusammensetzung einwandfrei.

"Viele Menschen nutzen Sonnencremes oder Lotionen zum Schutz vor unerwünschten Folgen gefährlicher UV-Strahlen. Tests des Kosmetiklabors unseres Chemischen und Veterinäruntersuchungsamts in Karlsruhe belegen, dass die im Handel angebotenen Sonnenschutzmittel sicher sind", sagte der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk MdL, am 25. August in Stuttgart. Die Karlsruher Experten hätten im vergangenen Jahr 92 Sonnenschutzmittel untersucht. Keine der Proben sei mit Blick auf die stoffliche Zusammensetzung zu beanstanden gewesen. Lediglich zwei Proben hätten aufgrund nicht vollständiger Anwendungshinweise Auffälligkeiten gezeigt.

"Damit Sonnenschutzmittel ihre volle Wirksamkeit entfalten können, müssen sie frühzeitig und reichlich aufgetragen werden. Für den Köper eines Erwachsenen sind mindestens sechs Teelöffel eines Mittels notwendig", erklärte der Minister. Gleichwohl würden Sonnenschutzmittel keinen hundertprozentigen Schutz für die Haut bieten. Auch verlängere das mehrmalige Auftragen von Sonnenschutzmitteln nicht die maximale Zeit, in der die Haut der Sonne ausgesetzt werden kann. Ein Sonnenschirm, entsprechende Kleidung oder eine sommerliche Kopfbedeckung würden zusätzlichen Schutz bieten. Grundsätzlich sei es der beste Schutz, auf längere Sonnenbäder zu verzichten.

Nanomaterialien als UV-Filter aus Baden-Württemberg sicher
Einige UV-Filter in Sonnenschutzmitteln bestehen aus sogenannten Nanomaterialien, wie zum Beispiel Titandioxid. Nano-Titandioxid ist im Vergleich zu herkömmlichem Titandioxid nicht weiß, sondern transparent und deshalb auf der Haut nicht sichtbar und wirkt auch intensiver. Diese Stoffe wurden vom wissenschaftlichen Komitee für Verbrauchersicherheit der Europäischen Kommission als sicher bewertet. Im Rahmen der Marktübersicht Kosmetik hatte das CVUA Karlsruhe dazu im Jahr 2015 ein umfassendes Projekt durchgeführt. Auch hier konnte eine durchweg positive Bilanz gezogen werden. Die geprüften verantwortlichen Personen (zwölf Betriebe) in Baden-Württemberg hielten die gesetzlichen Anforderungen bezüglich Nanomaterialien ein. Die untersuchten Proben aus Baden-Württemberg (darunter auch Sonnenschutzmittel) waren bezüglich Auslobung, Kennzeichnung und analytisch nachgewiesener Nanomaterialien nicht zu beanstanden.

Hintergrund zur Marktübersicht Kosmetik
Im Jahr 2015 ließ das Verbraucherministerium Baden-Württemberg untersuchen, wie stark nanomaterialhaltige Kosmetika eigentlich in den Sortimenten baden-württembergischer Einzelhändler vertreten sind, welche Fragen das möglicherweise bei Verbrauchern aufwirft und wie die Händler mit diesen Informationsbedürfnissen umgehen. Die Ergebnisse der "Marktübersicht für kosmetische Produkte mit Nanotechnologien in Baden-Württemberg" lassen aufhorchen:
CVUA: Was ist im Angebot?
Die VERBRAUCHER INITIATIVE: Der Handel gibt sich bedeckt.
Zeppelin Universität: Die Kennzeichnung hilft niemandem.


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