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Zu wenig Transparenz – Europäisches Umweltbüro unzufrieden mit EU

(26.04.2016) Umweltverbände, Verbraucherorganisationen und Wissenschaft fordern seit Langem Instrumente, mit denen sich die europäische Öffentlichkeit ein Bild davon machen könnte, wo welche Nanomaterialien eingesetzt werden. Das Europäische Umweltbüro attestiert nun der EU Kommission Versagen.

Seit Jahren hat es die Europäische Kommission nicht vermocht, ein geeignetes Instrument vorzuschlagen, mit dem sich Informationen über die Verbreitung von Nanomaterialien im Europäischen Markt erfassen ließen. Nun ist die Idee eines Europäischen Nanoproduktregisters endgültig vom Tisch. Stattdessen erhielt die Europäische Chemikalienagentur ECHA dem Auftrag, ein „Nano-Observatorium“ zu entwickeln. Bisher ist jedoch unklar, wie dieses Instrument aussehen könnte.

Nach einem Treffen der gesellschaftlichen Anspruchsgruppen in Brüssel am 25. April 2016 kritisiert das Europäische Umweltbüro (European Environmental Bureau, EEB) das Vorgehen scharf:
Ein solches Register sei der Schlüssel, um wirksame Regeln für den Schutz der Umwelt und der menschlichen Gesundheit zu entwickeln und voranzutreiben. Dafür sei eine freiwillige Informationsplattform nicht geeignet. Nur durch eine Registrierungspflicht könnte die Verwendung von Nanomaterialien tatsächlich erfasst und die Bevölkerung informiert werden. Silvia Maurer von der Europäischen Verbraucherorganisation BEUC wirft der EU-Kommission vor, sie bürde die finanziellen Kosten für die Information sowie die möglichen Risiken für Umwelt und Gesundheit der Gesellschaft und den Verbrauchern auf.

Die ganze Kritik finden Sie (auf Englisch) hier: www.eeb.org

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